Karte vom geplanten Radschnellweg von Stade über Buxtehude nach Harburg.
© OpenStreetMap ODbL 1.0 / Metropolregion Hamburg

Radschnellwegplanung Stade – Hamburg
(Stand Jahresende 2020)

Für jeden der drei Radschnellwege (RSW) wurde ein Planungsbüro beauftragt, alle Möglichkeiten der Streckenführung zu untersuchen. Für den RSW Stade – Hamburg ist es das Büro Orange Edge. Nach einer Bürgerbeteiligung wurde unter Beteiligung der Verwaltungen von Hamburg, Neu Wulmstorf, Buxtehude, Horneburg und Stade, des ADFC, Naturschutzverbänden und Anderen diese Strecken bewertet. Ausgehend von den großen Verkehrsachsen B 73, Bahntrasse und zum Teil A 26 bot es sich an, den RSW größtenteils nördlich der Bahn zu führen. Es wurde eine Vorzugstrasse ausgewählt, mit jeweils mehreren Alternativtrassen. Diese Trassen wurden den interessierten Bürger:innen vorgestellt, alle Einwände protokolliert. Die Vorzugstrasse und ihre Alternativen wurden vom Planungsbüro dargestellt und durchkalkuliert. Dazu konnten wieder Stellungnahmen abgegeben werden.

Das ist das Planungsstadium. Die Realisierung wird im Idealfall sicherlich 5 – 10 Jahre dauern.

Radschnellweg Stade – Hamburg

Verlauf Stade – Horneburg – Buxtehude – Neu Wulmstorf – Hamburg-Neugraben

In Stade, Horneburg, Buxtehude, westlich von Neu Wulmstorf und in Neu Wulmstorf ist die Vorzugsvariante noch nicht ganz klar – kein Wunder, je mehr Bebauung, desto schwieriger die Streckenführung.

Der Untergrund für diesen RSW ist durchgängig Marschland, das heißt überall feuchter Boden und Entwässerungsgräben.

Stade – Horneburg, ca. 12 km

Außerhalb von Stade verläuft die Vorzugstrasse bis nach Horneburg ziemlich direkt an der Bahn auf dem vorhandenen Radfernweg Hamburg-Stade. Die Strecke ist fast komplett asphaltiert, für den öffentlichen Verkehr gesperrt (ausgenommen Landwirtschaft), größtenteils ausgeschildert und im Schnitt drei Meter breit. Die Brücken der A 26, der Buxtehuder Straße L 111 bei Stade über die Bahn sind bereits so ausgelegt, dass auch ein RSW darunter geführt werden könnte. Lediglich die Altländer Straße L 125 muss zur Zeit wartepflichtig gequert werden. Es gibt noch rechtwinklige Verschwenkungen, doch alltags und im Winter kann die Strecke bereits jetzt flott befahren werden.

In Horneburg ist eine Führung entlang der Bahn nicht möglich. Der beschilderte Radfernweg verläuft auf der innerörtlichen Hauptstraße Stader Straße / Auedamm. Radfahren ist auf der Straße vorgesehen und wird durch Fahrradpiktogramme verdeutlicht. Zwei Minikreisel, Schilder mit der Aufforderung fair zu fahren und zum Teil Tempo 30 sollen die Sicherheit der Radfahrenden auf der Straße gewährleisten.

Horneburg – Buxtehude, ca. 10 km

Aus Horneburg heraus führt der markierte Radfernweg über eine asphaltierte Strecke mit rechtwinkligen Kurven, deren Asphalt nicht ganz so gut ist. Die Brücke der L 130 über die Bahn ließe auch einen RSW zu. In Schragenberg ist mit LKW-Verkehr zu rechnen, die anschließende Strecke durch den Wald ist geschottert und bei Regen voller Pfützen. Entlang Neukloster gibt es zunehmend Autoverkehr. Vom Bahnhof Neukloster Jorker Straße führt der jetzige Radfernweg entlang der zumindest zu den Stoßzeiten stark befahrenen Straße über Heitmannshausen nach Buxtehude.

Buxtehude – Neu Wulmstorf / Elstorfer Heuweg, ca. 8 km

Diese Strecke ist die größte Herausforderung des RSW Stade-Hamburg.

Während auf den anderen Streckenabschnitten ein bahnbegleitender Weg in mehr oder minder gutem Zustand vorhanden ist, fehlen kurz vor Neu Wulmstorf 400 Meter. Eine Lücke, die aus Naturschutzgründen wohl auch nicht geschlossen werden wird.

Deshalb soll der RSW hier nicht nördlich der Bahn, sondern südlich verlaufen. Es bietet sich eine stillgelegte Bahnstrecke entlang des alten Postwegs in Buxtehude an, auf der der RSW gebaut werden könnte. Durch das Eilendorfer Moor soll der an die B3 neu herangeführt werden. Für den größten Teil der Strecke existiert ein sandiger Feldweg, der Lückenschluss zur B3 neu soll über Felder realisiert werden. Radfahrende aus Neu Wulmstorf wünschen sich sehr, dass der RSW parallel zur B3 neu kreuzungsfrei auf einer angehängten Brücke zurück zur Nordseite der Bahn geführt wird. Das wäre das teuerste Bauwerk des gesamten RSW, doch durch den Ort läuft zu viel Kraftfahrzeugverkehr und an den Schranken bedeutet es häufig fünf Minuten Wartezeit. Die Katzentür zum Elstorfer Heuweg wäre dann durch eine elektronische Lösung zu ersetzen.

Neu Wulmstorf / Elstorfer Heuweg – Neugraben, ca. 5 km

Der RSW soll wieder nördlich der Bahn geführt werden. Im Augenblick befindet sich dort ein ausgefahrener Feldweg mit vielen Kuhlen, der vor lauter Matsch im Winter kaum befahrbar ist. An der Straße 3. Meile kann der RSW bevorrechtigt geführt werden, über den Geutensweg sollte eine Brücke an die Bahntrasse angehängt werden.

In Neugraben soll der Radschnellweg an die Veloroute 10 anschließen, die zum Harburger Zentrum und weiter nach Hamburg führt.